. Die Gartenwelt. Gardening. IX, 10 Die Gartenwell. reine Farbe ist bei jeder Witterung beständig. Die Blumen erscheinen nur einzeln, aufrechtstehend auf starken Trieben und duften fein. Auffallend an dieser Rose ist, daß nicht nur die Ti-iebe mit Stacheln versehen sind, sondern auch der Hlütenstiel wirklich kräftige Stacheln aufweist (vergl. die Ab- liildung), während der Stiel bei anderen Rosen nur Borsten trägt. Die Pflanze blüht aucli im Herbste selir dankbar und hat als feine Schnittrose liohen Wert. „Großherzog von Oldenburg'', eine Neuheit für 1904, hat ganz meinen Beifall gefunden. Die


. Die Gartenwelt. Gardening. IX, 10 Die Gartenwell. reine Farbe ist bei jeder Witterung beständig. Die Blumen erscheinen nur einzeln, aufrechtstehend auf starken Trieben und duften fein. Auffallend an dieser Rose ist, daß nicht nur die Ti-iebe mit Stacheln versehen sind, sondern auch der Hlütenstiel wirklich kräftige Stacheln aufweist (vergl. die Ab- liildung), während der Stiel bei anderen Rosen nur Borsten trägt. Die Pflanze blüht aucli im Herbste selir dankbar und hat als feine Schnittrose liohen Wert. „Großherzog von Oldenburg'', eine Neuheit für 1904, hat ganz meinen Beifall gefunden. Die sehr großen Blumen haben alle edle Form und sind genügend gefüllt. Die Farbe ist rein rosenrot, der Duft angenehm. Der Strauch hat guten Wuchs und blüht reich und dankbar. ln„Edelsiem'\ ebenfalls eine neue Teehybride für 1 904, haben wir eine reinweiße Rose von großer Schönheit erhalten. Trotzdem die Füllung sehr stark ist, blühten bei mir alle Knospen gut auf. Die offene Blume erinnert in der Form an „The Bride''. Der Wuchs der Pflanze ist kräftig und die Zweige sind fast ohne Stacheln. „Edelstem" ist eine schöne Garten- rose und jedenfalls als weiße Sclinitt- rose sehr wertvoll. Es würde entschieden zu weit führen und über den Rahmen dieser Arbeit hinausgehen, wollte ich sämt- liche Rosen Welters hier aufführen. Ich habe vorwiegend Teehybriden zur Anpflanzung und Beobachtung gewählt, weil ich diese zurzeit für die besten Gartenrosen halte, jedoch zweifle ich nicht, daß auch die Teerosen d erfolgreichen Züchters gute Eigen Schäften aufweisen. Von den Neuheiten für 1 sandte mir HeiT Welter in liebens- würdiger Weise eine ganze Postkiste abgeschnittener Rosen, die in vorzüg- lichem Zustande ankamen und noch vier Tage bei mir schön und haltbar waren. Ich lese öfter in Fachschriften bei Besprechung der Rosenausstel- lungen, daß ich bei meinen Rosen Mastkultur anwende oder dieselben unter Glas ziehe, was beides nicht zutrifft. Die


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