Handbuch der Ohrenheilkunde . r achten Woche (Em-bryonen von 4—5 cm Länge) eine kleine linsenförmige Höhle ein, diemit embryonalem Bindegewebe erfüllt ist, in welcher der Schnecken-gang schon eine volle Windung beschreibt. Die Kapsel besitzt ausser-dem eine weite Oeffnung, durch welche der Schneckennerv eintritt. EineAehnlichkeit mit einem Schneckengehäuse, welche in diesem Zustandnoch ganz fehlt, wird erst allmählich durch zwei Momente hervorgerufen,1. durch Auswachsen des epithelialen Schneckenganges und 2. durchSonderung des ihn umhüllenden, den Kapselraum ausfüllenden Binde- § 1. Die Entwi


Handbuch der Ohrenheilkunde . r achten Woche (Em-bryonen von 4—5 cm Länge) eine kleine linsenförmige Höhle ein, diemit embryonalem Bindegewebe erfüllt ist, in welcher der Schnecken-gang schon eine volle Windung beschreibt. Die Kapsel besitzt ausser-dem eine weite Oeffnung, durch welche der Schneckennerv eintritt. EineAehnlichkeit mit einem Schneckengehäuse, welche in diesem Zustandnoch ganz fehlt, wird erst allmählich durch zwei Momente hervorgerufen,1. durch Auswachsen des epithelialen Schneckenganges und 2. durchSonderung des ihn umhüllenden, den Kapselraum ausfüllenden Binde- § 1. Die Entwicklung des inneren Ohres. 145 gewebes in flüssige und in fester werdende Theile. Beim Auswachsenschmiegt sich der epitheliale Schneckengang mit seiner convexen Flächeüberall dicht der Knorpelwand an und rollt sich dabei beim Menschenin 2l/s Spiralwindungen auf. Wie der Durchschnitt durch die Schnecke eines 7 cm langen Scbafs-embryos iFig. 8) zeigt, steigt in der Mitte zwischen den Windungen (De), De c De C De Kk. De Kk x Gtp Nc Nc Gs Ns Fig. 8. Durchschnitt durch die Schnecke eines 7 cm langen Schafsembryos. 39 fach vergrössert. (Nach Böttcher.)Kk Knorpelkansel der Schnocke; .S Sacculus mit dem hinzutretenden Nerven (Xc); Gs das mitdem Schneckennerven (.Vn in Verbindung stehende Ganglion, aus welchem Nervenfasern (A*) fürden Sacculus entspringen; Gtp Ganglion spirale; De Ductus cochlearis; C Cortisches Organ des-selben ; g Gallertarewebe in der Umgebung des Ductus cochlearis; x dichtere Bindegewebssenichten. also in der Achse der Kapsel, der Schneckennerv (Nc) zugleich mit denernährenden Blutgefässen von der Eintrittsöffnung aus gerade in dieHöhe und giebt zugleich zahlreiche seitliche Aeste ab zur coneavenSeite des Schneckenganges (De), wo sie zum Ganglion (Gsp) anschwellen,welches jetzt gleichfalls zum Spiralen Band mit ausgewachsen ist. Durchdie Sonderung des Bindegewebes in flüssige und festere Theile, welchein ähnlicher Weise wie in der Umgebung der


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