Mitteilungen der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft . gewaschener Diluvialschichten besteht, erwächst die Berg-kiefer, rein angebaut, nur buschartig; sie breitet sich von vornherein mit sehr zahl-reichen Trieben seitwärts aus, ohne ausgesprochenen Höhentrieb. Schultz: 1911. Auf der kurischen Nehrung, z, B. bei Rossitten und Nidden, befinden sich ca. 30jährige, reine Bergkiefernkulturen in großer Ausdehnung, die durchschnittlich nichthöher als i m sind. Wo dagegen die Bergkiefer mit der gemeinen Kiefer P. silvestris in Mischungangebaut ist, teils reihen-, teils gruppenweise, teils so, daß a


Mitteilungen der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft . gewaschener Diluvialschichten besteht, erwächst die Berg-kiefer, rein angebaut, nur buschartig; sie breitet sich von vornherein mit sehr zahl-reichen Trieben seitwärts aus, ohne ausgesprochenen Höhentrieb. Schultz: 1911. Auf der kurischen Nehrung, z, B. bei Rossitten und Nidden, befinden sich ca. 30jährige, reine Bergkiefernkulturen in großer Ausdehnung, die durchschnittlich nichthöher als i m sind. Wo dagegen die Bergkiefer mit der gemeinen Kiefer P. silvestris in Mischungangebaut ist, teils reihen-, teils gruppenweise, teils so, daß auf denselben Plätzen je2 Bergkiefern und je 2 gemeine Kiefern gepflanzt sind, wird die Bergkiefer von dervorwüchsigen gemeinen Kiefer durch seitliche Bedrängung mit in die Höhe gezogen;der buschartige Charakter tritt fast ganz zurück und es bildet sich ein in die Höhestrebender Einzelstamm heraus. Derartige wohlgelungene Mischkulturen sind beiNidden, Schwarzort und auf der Süderspitze bei Memel zum Teil schon zu Stangen-hölzern Dünenaufforstung in viereckigen Seegras-Bestecken. ^) Die Bergkiefer bleibt zwar im Höhenwuchs hinter der gemeinen Kiefer zurück,erhält sich aber auch unter Druck gesund und kräftig, ein Beweis dafür, daß sie inhohem Grade fähig ist Beschattung zu ertragen. Auch in Heia werden neuerdings einige Versuche mit solchen Mischkulturenangestellt. Als besondere Vorzüge der Bergkiefer für die Dünenaufforstung sind zu erwähnen: 1. sie ist widerstandsfähig gegen Hitze, Fröste und rauhe Seewinde; 2. sie leidet nicht durch Insektenfraß; 3. sie bildet mit ihrer starken und dichten Benadelung ein unbedingt sicheresund gutes Bodenschutzholz und vortreffliche Windmäntel; 4. sie hat eine außerordentlich reiche und alljährliche Samenerzeugung, bereitsin früher Jugend, wobei allerdings als eine auffallende Erscheinung erwähnt werdenmuß, daß auf der Düne bisher noch keine Anfiugpflanzen von ihr bemerkt wordensind, während si


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