. Die Gartenwelt. Gardening. IV, 22 Die Gartenwelt. 261 derartig auszustopfen, dafs die Wurzeln genügend bedeckt werden und der Hallen selbst eine thunlichst runde Gestalt erhält. Des gleichen wird die geheftete Krone ausgestopft und zwar nament- lich in den Astwinkcln. (Siehe Fig. i.) Weiterhin verfertigt man durch Drehen und Bilden von Schlingen sogen, liindeweiden, welche zur Schnürung des Ballens und der Krone nötig sind; ferner für den Ballen eine ent- sprechend grofse -Sonne. Eine Sonne nennt man einen gewissen Teil gesäuberten Langstrohes, der je nach der gewünschten Griifse in der Mitt


. Die Gartenwelt. Gardening. IV, 22 Die Gartenwelt. 261 derartig auszustopfen, dafs die Wurzeln genügend bedeckt werden und der Hallen selbst eine thunlichst runde Gestalt erhält. Des gleichen wird die geheftete Krone ausgestopft und zwar nament- lich in den Astwinkcln. (Siehe Fig. i.) Weiterhin verfertigt man durch Drehen und Bilden von Schlingen sogen, liindeweiden, welche zur Schnürung des Ballens und der Krone nötig sind; ferner für den Ballen eine ent- sprechend grofse -Sonne. Eine Sonne nennt man einen gewissen Teil gesäuberten Langstrohes, der je nach der gewünschten Griifse in der Mitte oder mehr nach dem oberen, resp. unteren Knde der Halme durch Weiden oder auch Bindfaden festge- heftet ist. Eine saubere, gleichmäfsige Sonne erhält man durch Aus- schütteln und Aufstofsen des Strohes auf den Boden, bevor man es bindet. .Sind diese Vorkehrungen getroffen, so schreitet man zur Packung des Ballens und der Krone. Zur Packung des Ballens legt man 2, 3 oder 4 lange Weiden, unter Umständen auch an- gestückelte Weiden, kreuzweise über einem Punkt auf. Auf diese Weidenlage bringt man genau in die Mitte die Sonne, welche derartig ausgebreitet wird, dafs der untere Teil der Sonne direkt auf den Weiden aufliegt, der Mittelpunkt der Sonne mit dem- jenigen der Weiden zusammenfällt. Man tritt nun den Kopf der Sonne glatt und hat alsdann eine Strohfläche von Gestalt eines kreisförmigen Deckels. Auf die Mitte dieser Fläche häuft man je nach Bedürfnis etwas Wirrstroh und legt den bereits verstopften Wurzelballen in der Mitte des Radius auf Alsdann hebt man, sich mit den Schienbeinen gegen den oberen Teil des Wurzelballens legend, die Sonne sauber auf und läfst sich den mittleren Teil nötigenfalls von einem Ge- hilfen zugeben. Sollte das Stroh der Sonne die oberen Wurzel- flächen nicht ganz bedecken, so kann man noch etwas Wirrstroh darüber streuen. Man hält das Stroh so lange an, bis ein Gehilfe die jedesmaligen Enden der Weiden durch die zugehörigen


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